Bericht zur ÖSTM Dreiband 2014:                >>> alle Ergebnisse
 
Bester GD: Arnim Kahofer (1,363)
Beste Partie: Arnim Kahofer, Andreas Efler (2,000)    
Höchstserie:
Herbert Szivacz (13)               

4. Spieltag, SO, 26.1., Finaltag:

Halbfinalspiele:

Andi Kronlachner passierte im Halbfinalspiel gegen Georg Schmied das Missgeschick, dass er den Anfangsstoß verfehlte, was an und für sich ja noch nicht so ein Drama ist, aber es hatte in diesem Fall doch nachhaltige Auswirkungen: Georg Schmied fand blitzschnell ins Spiel und stand nach 9 Aufnahmen auf 18, währen Kronlachner noch auf 2 hing. Nach 12 Aufnahmen stand es 27 zu 9, Schmied hatte dann zwar einen "Durchhänger" (in 11 Aufnahmen nur 1 Punkt) und Kronlachner gelang es mit einer 8er-Serie, ein wenig näher zu kommen (25 zu 35 in 28), aber es war zu spät: Schmied nützte seinen Vorsprung und beendete in 32 Aufnahmen.

Im zweiten Halbfinalspiel mussten die 2-Durchschnitt-Viertelfinalsieger gegeneinander antreten und man wartete gespannt, wer von den beiden die Form halten konnte. Arnim Kahofer begann und kam gut aus den Startlöchern (9 in 2 Aufn.), was aber natürlich noch gar nichts bedeutet, denn ein Routinier wie Andi Efler ist solche Situationen gewöhnt und kann durchaus damit umgehen. In der 8. Aufnahme aber gelangen Kahofer 10 Punkte zum Stand von 21 zu 12, was schon eine kleine Vorentscheidung war. Efler spielte gar nicht schlecht, aber es gelang ihm keine größere Serie, um den Anschluss wieder herzustellen. Kahofer punktete regelmäßig und machte mit einer neuerlichen Topleistung von 40 in 22 Aufnahmen den Sack zu. Efler fehlten 11 Points zum Ausgleich, es gelang aber nur 1 Punkt.

Finale:

Auf Grund der vorangegangenen Ereignisse und dem zu Buche stehenden GD der beiden Finalisten (Arnim Kahofer stand auf 1,342, Georg Schmied auf 0,933), musste man Kahofer ein wenig favorisieren, andererseits kam Schmied immer besser ins Turnier und man traute ihm durchaus den Sieg zu. Für Spannung war also gesorgt.
Kahofer konnte wieder den Bandenentscheid gewinnen, begann flott und nach drei Aufnahmen stand es 10 zu 0. Wer aber glaubte, dass es eine einseitige Partie werden würde, irrte gewaltig. in der 4. und 5. Aufnahme zelebrierte Schmied 10 und 5 und übernahm die Führung. Nun zeigten beide brillantes Dreiband, nach abwechselnden kleinen Serien stand es nach 22 Aufnahmen 31 zu 31, und nach 25 Aufnahmen 34 zu 35 für Schmied, der ja auch noch Nachstoß hatte. Kahofer fackelte aber nicht lange, beendete die Partie zwei Aufnahmen später, im Nachstoß gelang Schmied dann lediglich 1 Punkt. Arnim riss die Hände in die Höhe und konnte es kaum fassen: er hatte die letzte Lücke in seiner Titelbilanz geschlossen und sich den Staatsmeistertitel im Dreiband geholt! Und zwar mit dem besten Turnier-GD, der auch der zweitbeste in der Geschichte der Österreichischen Staatsmeisterschaften Dreiband ist!  Es war sein 62. Staatsmeistertitel Einzelturniere, seit 2001 hat er sämtliche Serienstaatsmeisterschaften gewonnen, in denen er angetreten ist (!), es fehlte ihm nur mehr ein Titel im Dreiband und den hat er jetzt auch. Wir gratulieren sehr herzlich!


3. Spieltag, SA, 25.1.:

Viertelfinalspiele:

Im Viertelfinale tat sich Beachtliches: Auf den beiden hinteren Tischen liefen nahezu unbemerkt vom nur mehr sehr spärlichem Publikum zwei Partien auf allerhöchstem Niveau, wie man es sonst nur international sieht:
Efler musste wie schon im Gruppenspiel gegen Kostistansky antreten und diesmal konnte er seinen Gegner von Beginn an mächtig unter Druck setzen. Nach 11 Aufnahmen stand es 23 zu 16 für ihn. Kostistansky spielte gar nicht schlecht, er kam auch bis auf 4 Points heran, ab der 14. Aufnahme aber zog Efler ohne eine einzige Fehlaufnahme davon und machte in der 20 Aufnahme den Sack zu. Damit sorgte er für die beste Partie des Turniers, allerdings musste er nur ganz wenig später diesen Rekord teilen.

Denn am anderen Tisch hielt Arnim Kahofer gegen Andreas Horvath gar bei 27 zu 10 nach 9 Aufnahmen! Horvath gab aber keineswegs auf, versuchte nachzusetzen und konnte auch den Abstand etwas verringern, in der 18. Aufnahme stand es 38 zu 29. Kahofer zog es aber durch und beendet wie Efler in der 20. Aufnahme.
Interessant ist, dass es in beiden Partien keine allzu hohen Serien gab (HS 6), man punktete einfach sehr konstant. Schade, das solch tolle Partien fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, das Zuschauerinteresse hielt sich diesmal sehr in Grenzen.

Die beiden anderen Viertelfinalpartien hatten zwar nicht ganz solch ein hohes Niveau, waren dafür extrem spannend. Georg Schmied konnte seine gute Form vom letzten Gruppenspiel beibehalten, er begann recht flott und setzte Jimmy Szivacz vom Start weg mit mehr oder weniger schlechten Stellungen unter Druck. Zur Halbzeit stand es 22 zu 15 in 19 Aufnahmen für Schmied, nach der 36. Aufnahme 32 zu 25, Jimmy kam einfach nicht richtig ins Spiel. Nachdem Schmied nun 7 Fehlaufnahmen zelebrierte, schaffte Szivacz endlich den Gleichstand zum 32 zu 32 bei eigenem Nachstoß. Schmied fing sich aber wieder und machte 4 Aufnahmen später den Sack zu. Szivacz konnte im Nachstoß nur mehr 4 Punkte anschreiben, zu wenig für ein Remis und Verlängerung.

Sehr zäh lief die Partie Andreas Kronlachner gegen Franz Stenzel ab: nach 15 Aufnahmen hielt man bei 7 zu 8 für Stenzel, bei Halbzeit, nach 25 Aufnahmen, hatten sich aber beide Spieler ein wenig auf ihre Spielkunst besonnen und lagen bei 23 zu 24 für Stenzel. Bis zur 30. Aufnahme passierte nichts besonderes, dann allerdings machte Kronlachner ernst und beendete ohne weitere Fehlaufnahme mit 5-1-2-5-2 die Partie. Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass der zweite Punkt der ersten 5er-Serie ein Schweinderl war, der zurückkommende Ball 2 tuschte den Spielball auf Ball 3, was Andi kommentierte mit "...den Tusch hat er ja gebraucht". Trotzdem geht der Aufstieg in Ordnung, nach Blick auf die Generaldurchschnitte muss man feststellen, dass Stenzel zwar großartig gekämpft, aber nicht die beste Form mitgebracht hatte.


3. Spieltag, SA, 25.1.:

Runde 1:

Gerhard Kostistansky und Andreas Efler spielten in Gruppe A um den Gruppensieg. Die Partie verlief recht ausgeglichen, nach 37 Aufnahmen hatten beide 37 Points auf der Tafel. Efler hatte schließlich das bessere Ende für sich.
Nicht so ausgeglichen war das Spiel um den Abstieg. Werner Proske startete perfekt mit 5 und zeigte später noch zwei 6er-Serien, nach 28 Aufnahmen hielt er bei 38 Points. Dann folgten ewig lange 11 Aufnahmen, in der ein einziges Pünktchen gelang. In dieser Zeit schaffte Nebuda es, auf 33 Points näherzukommen (13 Points in 11 Aufnahmen), um dann zusehen zu müssen, wie Proske mit einer "Riesensau" das Spiel beendete....
Um den Gruppensieg ging es auch in Gruppe C zwischen Arnim Kahofer und Franz Stenzel, bei Halbzeit führte Kahofer 20 zu 11 in 18 Aufnahmen. Stenzel gelang es dann zwar, etwas näherzukommen, aber Kahofer gab nicht nach und machte dann mit einer Schlussserie von 5 alles klar.
Im Spiel um den Klassenerhalt zwischen Kurt Mastny und Manfred Müller begann Lokalmatador Mastny zwar rasant (10 in 6), um aber schnell wieder nachzulassen. Ab diesem Zeitpunkt ging's für Müller flott dahin, in 16 Aufnahmen gelangen 28 Punkte (mit einer 7er-Serie) und nach 31 Aufnahmen war Müller am Ziel.

Runde 2:

In Gruppe B fand Georg Schmied nach seinen beiden ersten eher schwächeren Partien plötzlich zu toller Form und konnte vom Start weg Andi Horvath stark unter Druck setzen. Nach 13 Aufnahmen standen 23 zu 11 Points zu Buche, mit einer 8er-Serie baute Schmied seinen Vorsprung immer weiter aus um letztlich klar erfolgreich zu sein.
Auch Gerhard Ralis spielte gegen Alexander Weiss wie verwandelt, nach 29 Aufnahmen stand es 35 zu 26, und auch am Ende der Partie lag Ralis sicher vorn. Weiss hat keineswegs schlecht gespielt, er hat den Klassenerhalt zwar nicht geschafft, kann aber mit seiner Leistung durchaus zufrieden sein.
In Gruppe D ging es noch um den Aufstieg, Favorit Jimmy Szivacz ließ sich auch von einer Führung Claus Maurer's (11 zu 2 nach 5 Aufnahmen) nicht verunsichern und konterte erfolgreich mit Serien von zwei mal 5 und einmal 7. Beim Stand von 20 zu 28 in der 17. Aufnahme war Maurer's Widerstand gebrochen, Szivacz beendet in 35 Aufnahmen. Maurer zeigte eine deutliche Steigerung in seiner Gesamtleistung und darf damit sehr zufrieden sein.


2. Spieltag, FR, 24.1.:

Runde 1:

In Gruppe B lieferten sich in der ersten Runde Georg Schmied und unser Lokalmatador Gerhard Ralis eine ausgeglichene Partie, die zum Leidwesen der heimischen Daumendrücker Schmied für sich entscheiden konnte.
Andreas Horvath gewann sicher gegen Alexander Weiss, der aber mit fast 1 GD eine sehr gute Leistung bot.
Horvath spielte weiterhin konstant, er ließ in seiner zweiten Partie, gegen Ralis, nichts mehr anbrennen. Ralis konnte zwar bis zur Halbzeit mithalten, dann gelang gar nichts mehr.
Zäh verlief die Partie Schmied gegen Weiss, nach 35 Aufnahmen stand es 25 zu 27, Schmied konnte sich letztendlich aber doch sicher durchsetzen.
In dieser Gruppe sind somit Horvath und Schmied fürs Viertelfinale qualifiziert, Weiss und Ralis spielen um den Klassenerhalt.

Runde 2:

In Gruppe D kam der rekonvaleszente Karl Makik nur langsam ins Spiel (erst 1 Tag vor dem Turnier wurde nach 3 Wochen der Gips an seiner linken Hand entfernt). Als er endlich den Anschluss gegen den gut agierenden Claus Maurer fand, scorte dieser 10 Points zum Zwischenstand von 33 in 22 Aufn. Dieses Tempo hielt Maurer zwar nicht ganz durch, die Partie allerdings brachte er sicher nach Hause.
Eine starke Vorstellung bot Andi Kronlachner, der Jimmy Szivacz, der schwach begonnen hatte, keine Chance ließ, obwohl Szivacz in der zweiten Hälfte der Partie immer besser in Schwung kam.
Den Schwung nahm Szivacz in seine zweite Partie mit, gegen Makik scorte er in der 4. Aufnahme eine tolle Serie von 13 und war nach 26 Aufnahmen durch. Makik bot trotz großen Trainingsrückstandes eine gute Leistung, wenn beide Gegner mit Serien von 10 und 13 zur Höchstform auflaufen, darf man auch schon mal verlieren.
Spannend und auf gutem Niveau verlief die Partie Kronlachner gegen Maurer, in der sich letztlich der Routinier knapp durchsetzte. Maurer hat aber noch eine Chance aufzusteigen, allerdings müsste er morgen Szivacz schlagen, was sicher nicht allzu leicht sein wird.
Kronlachner ist mit zwei Siegen bereits fix qualifiziert fürs Viertelfinale, Makik spielt um den Klassenerhalt.


1. Spieltag, DO, 23.1.:

Runde 1:

In Gruppe A konnte sich Titelverteidiger Andreas Efler gegen Werner Proske recht sicher durchsetzen.
Gerhard Kostistansky musste in seiner ersten Partie gegen Alfred Nebuda bis zur Halbzeit einem Rückstand nachlaufen, machte dann aber alles klar.
Efler passierte in seiner zweiten Partie, gegen Nebuda Ähnliches, Nebuda begann mit 22 in 13 wie eine Rakete, schlussendlich setzte sich aber Efler sicher durch.
Kostistansky zündete gegen  Proske nach schwachem Start (18 zu 14 nach 21 Aufn. für Proske) den Turbo und gewann mehr als deutlich.

Runde 2

Auch in Gruppe C setzten sich die Favoriten durch. Nachdem sich Arnim Kahofer sehr mühsam durch die erste Partie gegen Manfred Müller gearbeitet hatte, lief er in der zweiten Runde gegen Kurt Mastny zur Höchstform auf und sorgte mit 40 in 22 für die beste Partie des Tages.
Arg zu rackern hatte hingegen unser Franz Stenzel gegen Klubkollegen Mastny, er brauchte im Nachstoß 5 Punkte, um zu gewinnen, und diese gelangen auch!
Nicht leichter wurde es für ihn in seiner zweiten Partie, gegen Müller, in der es nach 47 Aufnahmen 33 zu 32 für Müller stand und Stenzel mit großer Nervenstärke zuerst 5 und im Nachstoß noch 2 Punkte gelangen, Müller blieb auf 34 stehen.

Somit stehen in beiden Gruppen die Viertelfinalisten fest, es wird aber noch spannend um den Gruppensieg und um den Abstieg.